Donnerstag, Juli 24, 2008

atempause

ich habe es vorhin schon zweimal gesagt, und jetzt sage ich es noch mal: es ist erstaunlich, wie leicht ich mich heute abend fühle. vielleicht war es die kombination von es-geschafft-haben, alkohol und guten gästen - vielleicht auch ein bißchen flirtandeutung mit kathrin. sie ist eigentlich echt ganz niedlich, auch wenn ich immer wieder daran erinnert werde, dass sie in manchen punkten stine ohnehin recht ähnlich ist. aber es lockert ungemein auf, ohne dabei zum großen eskapismus anlass zu geben. nein, es war einfach ein sehr, sehr schöner abend mit leuten, die ich sehr gerne mag. und morgen sind meine beiden geliebten menschen wieder da. und ich habe seit langem mal wieder so sehr gelacht, dass mir die tränen die backen herunterliefen. das bräuchte ich öfter.


schlaf gut, kathrin. trotzdem, du und boris, das wäre ein paar nach meinem geschmack.

Mittwoch, Juli 23, 2008

alle

ich bin müde. ich bin dermaßen alle, dass es mich wirklich erschüttert hat, die videos von vor drei jahren zu sehen. wie freundlich stine und ich damals miteinander umgegangen sind. jetzt muss ich mich schon zusammenreißen, um nicht die ganze zeit rumzumotzen, und sowas wie mit der kamera zu filmen, würde ich mich heute mit der unbefangenheit auch nicht mehr trauen. das leben ist kein ponyhof.

ich weiß, dass ich nicht dorthin zurück kann. auch wenn ich noch so oft die alten filmchen gucke oder die musik von damals höre. ich war eben auch noch weniger erwachsen als jetzt, mit allen positiven und negativen dingen, die das mit sich brachte. ich weiß nicht, ob unsere liebe geringer geworden ist. vielleicht haben wir wirklich einen schaden davongetragen. stine durch das jobcenter, vielleicht auch durch die von mir verursachten enttäuschungen. ich durch die scheißzeit nach dem ersten examen, das dürfte viele wunden bei uns beiden geschlagen haben. und ich habe keinen rückzugsraum mehr; rasmus ist hinzugekommen; birger wird immer größer; claas ist als entlastung nun endgültig raus.......

ich bin deutlich ungeduldiger und egozentrischer geworden. die realen und imaginären fluchtwege sind alle schon noch x-maler abgelaufen als vorher; alles ist schon tausend und noch tausend mal gesagt und diskutiert worden, und ich will nur noch meine ruhe, auch wenn sie trügerisch ist.

ich sollte mich mal auf depressionen untersuchen lassen. oder burn-out, das wäre mittlerweile auch eine ziemlich wahrscheinliche option.



und dieses beschissene studium ist auch nicht das wahre. morgen noch mal pädagogik, dann die hochzeit, dann kommt der nächste scheiß, und es wird alles immer schlimmer. ich hab langsam echt gar nichts mehr von dem, woran ich mich früher mal festhalten konnte, weil es das gewicht nicht mehr trägt, das jetzt an mir hängt. alles nur noch leere hüllen. und ich kann immer noch nicht etwas mit inhalt füllen, dabei wäre das jetzt am dringendsten dran.




mein gott, stine, was ist aus uns geworden.