Donnerstag, Oktober 30, 2008

you can run

dieses semester wird eine sehr ambivalente geschichte. ich bin jetzt schon zu müde, um den diversen versäumnissen und nicht ausgeräumten unklarheiten hinterherzuarbeiten, dabei kann ich mir das eigentlich nicht leisten. ich weiß ja, dass ich das alles letzten endes schaffen kann und werde, und das ist immerhin ein bonus, den ich vorher nicht hatte oder mir nicht gegönnt habe. aber jetzt gerade brauche ich wieder mal die volle dröhnung aus dem walkmanhandy, um wieder auf die beine zu kommen. 

(die frau ziethen kann erzählen, was sie will. ich weiß schon, dass mir noch struktur fehlt, aber ich werde ein guter lehrer sein. fuck you and your flashbulbs.)

ein bißchen kräftetanken wäre trotzdem mal wieder ganz nett. nur wann?

"choices always were a problem for you..."

Donnerstag, Juli 24, 2008

atempause

ich habe es vorhin schon zweimal gesagt, und jetzt sage ich es noch mal: es ist erstaunlich, wie leicht ich mich heute abend fühle. vielleicht war es die kombination von es-geschafft-haben, alkohol und guten gästen - vielleicht auch ein bißchen flirtandeutung mit kathrin. sie ist eigentlich echt ganz niedlich, auch wenn ich immer wieder daran erinnert werde, dass sie in manchen punkten stine ohnehin recht ähnlich ist. aber es lockert ungemein auf, ohne dabei zum großen eskapismus anlass zu geben. nein, es war einfach ein sehr, sehr schöner abend mit leuten, die ich sehr gerne mag. und morgen sind meine beiden geliebten menschen wieder da. und ich habe seit langem mal wieder so sehr gelacht, dass mir die tränen die backen herunterliefen. das bräuchte ich öfter.


schlaf gut, kathrin. trotzdem, du und boris, das wäre ein paar nach meinem geschmack.

Mittwoch, Juli 23, 2008

alle

ich bin müde. ich bin dermaßen alle, dass es mich wirklich erschüttert hat, die videos von vor drei jahren zu sehen. wie freundlich stine und ich damals miteinander umgegangen sind. jetzt muss ich mich schon zusammenreißen, um nicht die ganze zeit rumzumotzen, und sowas wie mit der kamera zu filmen, würde ich mich heute mit der unbefangenheit auch nicht mehr trauen. das leben ist kein ponyhof.

ich weiß, dass ich nicht dorthin zurück kann. auch wenn ich noch so oft die alten filmchen gucke oder die musik von damals höre. ich war eben auch noch weniger erwachsen als jetzt, mit allen positiven und negativen dingen, die das mit sich brachte. ich weiß nicht, ob unsere liebe geringer geworden ist. vielleicht haben wir wirklich einen schaden davongetragen. stine durch das jobcenter, vielleicht auch durch die von mir verursachten enttäuschungen. ich durch die scheißzeit nach dem ersten examen, das dürfte viele wunden bei uns beiden geschlagen haben. und ich habe keinen rückzugsraum mehr; rasmus ist hinzugekommen; birger wird immer größer; claas ist als entlastung nun endgültig raus.......

ich bin deutlich ungeduldiger und egozentrischer geworden. die realen und imaginären fluchtwege sind alle schon noch x-maler abgelaufen als vorher; alles ist schon tausend und noch tausend mal gesagt und diskutiert worden, und ich will nur noch meine ruhe, auch wenn sie trügerisch ist.

ich sollte mich mal auf depressionen untersuchen lassen. oder burn-out, das wäre mittlerweile auch eine ziemlich wahrscheinliche option.



und dieses beschissene studium ist auch nicht das wahre. morgen noch mal pädagogik, dann die hochzeit, dann kommt der nächste scheiß, und es wird alles immer schlimmer. ich hab langsam echt gar nichts mehr von dem, woran ich mich früher mal festhalten konnte, weil es das gewicht nicht mehr trägt, das jetzt an mir hängt. alles nur noch leere hüllen. und ich kann immer noch nicht etwas mit inhalt füllen, dabei wäre das jetzt am dringendsten dran.




mein gott, stine, was ist aus uns geworden.

Donnerstag, März 01, 2007

alles im eimer................

präzise das gefühl habe ich jetzt gerade. ich habe mich zu spät um einen termin zum wechsel auf gym-LA gekümmert, und bevor sie ging, hat stine mir deswegen wieder mal an den kopf geknallt, dass wir das dritte kind vergessen können, sie sich nach dem vikariat überlegt, ob wir uns scheiden lassen, es alles an ihr hängenbleibt...............


ich kann nicht alles davon abstreiten. ich fühle mich absolut beschissen, und das schlimme ist, durch stine (und andere) habe ich jetzt das gefühl, der ganze realschulkram ist eh für'n arsch, obwohl ich die grundkurse jetzt bestanden habe.


das leben ist ein riesiger haufen scheiße, und wenn mal was gut läuft, dann nur als täuschung, weil es danach immer noch schlimmer kommt. und das schlimmste ist: ich verändere mich immer noch nicht. ich mache nicht das, was dringend nötig wäre, nicht mal, wenn sie es mir immer wieder sagt. vielleicht habe ich schon vor drei jahren abgeschaltetund regiere deshalb auf jede an- auf- und sonstige forderung von stines seite nicht oder beleidigt oder was weiß ich.




vielleicht müssen wir uns wirklich trennen, damit ich mein leben in die hand nehme. zumindest im moment sehe ich jedenfalls kein licht am ende des tunnels.

Donnerstag, September 07, 2006

it takes so long/circle of pain

den heutigen tag kannste echt haken. angefangen beim scheißwetter, über die nur dürftige performance beim zurechtweisen der eltern in punkto still-kommentare bis zum tiefpunkt, dass meine bewerbung beim studentenwerk dort zu spät eingegangen ist und mir heute wieder zurückgeschickt wurde. und jetzt sitze ich hier und versuche krampfhaft, eine stelle zu finden, die mir ähnlich vielversprechend erscheint, aber es gibt wieder nur den ganzen ellenbogenscheiß, mit dem ich am liebsten gar nichts zu tun haben möchte. von den demgegenüberstehenden "sorgen" anderer leute (derik) und stines antibegeisterung in ihrem job mal ganz zu schweigen. und ich dachte schon, das 13:0 gegen san marino sei der vorbote eines guten tages gewesen.


jetzt geht's mir ein bißchen besser. aber noch nicht gut.

Mittwoch, August 16, 2006

better left unsaid?

hallo.

die haare sind ab, schon seit zwei wochen, aber langsam gewöhne ich mich dran, auch wenn sie im tagesgebrauch eher nach extremo-siebziger-he-man aussehen denn haarwachsmodell. naja, wie auch immer.


ich lag heute morgen wieder wach, weil zum n-ten mal der ganze bisher angesammelte frust über mein und "deren" verhalten hochkam und ich mir wieder mal wünschte, entweder tot zu sein oder anders gehandelt zu haben. ich weiß immer noch nicht genau, was ich jetzt eigentlich für stine empfinde, aber ich ärgere mich zumindest ihrer aussage zufolge übermäßig über ihren ton (der ja oft ziemlich direkt bis zackig ist). ich versuche im moment, das an engagement zu reduzieren, was nicht unbedingt nötig ist (sprich haushalt), um es durch gesteigerten aktivismus in den wichtigen bereichen (sprich arbeitssuche) zu ersetzen. ich hoffe, es kommt a) nicht zu spät und wird b) wirklich etwas verändern. es fällt mir so schwer, stine zu lieben, weil sie oft so kratzbürstig und selbstgerecht ist und es manchmal so schwer ist, mit ihr zu diskutieren, ohne dass wir uns gegenseitig fundamentalismus/unreife/voreingenommenheit vorwerfen. sie findet das gar nicht so dramatisch, aber ich vermisse eben an ihr eine gewisse (!) anschmiegsamkeit und sensibilität, die ich bei anderen frauen zu beobachten meine. ist schon klar, dass das alles nicht aus dem nichts kommt, aber deswegen muß es mir ja trotzdem nicht gefallen. und ich habe immer noch jedes mal ein schlechtes gefühl, wenn ich anderen leuten von unseren "übereinkünften" erzähle und die auch nur schief grinsen, wenn es um manche von stines vorstellungen geht (die ich natürlich nach außen hin verteidige, auch wenn ich mir selbst dabei keineswegs immer sicher bin). sprich, es sind eine menge dinge entweder nicht zu ende diskutiert oder - von mir - gar nicht ausgesprochen worden. deswegen bin ich immer noch pornosüchtig, weil mir zumindest das als droge bleibt, um den turm an ungelösten problemen kurzzeitig zu vergessen. das dumme ist, dass das nicht auf dauer helfen wird, selbst wenn wir zu hause bald dsl haben werden und stine wieder arbeitet. es ist reine raffgier und sucht, mehr nicht. und einer der letzten schlupfwinkel für mich - aber letztlich eben nicht mal das. ich habe ein dummes gefühl bei der sache, weil ich insgeheim nicht sicher bin, ob es halten wird, selbst wenn ich mal alles ausspreche, was mich seit schweden in dieser beziehung von stine fernhält. es ist immer noch alles sehr auf schönwetterbetrieb in mir eingestellt, fast egal, um was es geht. und dadurch, dass sie einfach dominant ist, so sehr sie das in gewissen bereichen auch nicht sein möchte (arbeit!), kann ich selbst es nicht oder nur unter großen anstrengungen sein. und das ist ein punkt, der mir angst macht, weil ich eine ziemlich genaue vorstellung davon habe, wie das mit einer insgesamt sanfteren und selbstsichereren frau wäre.



zeit für die (zwangs-?)optimistische "bottom line": es gibt nur diese realität. ich habe eine beziehung und ein eigenes und ein geliehenes kind, und all das heißt verpflichtung und verantwortung. aber wenn es nur noch das ist? kann man das überhaupt beeinflussen? und bin ich überhaupt in der lage, das zu würdigen und anzunehmen, was die mir alle zu geben haben?



hoffen wir's mal. eigentlich möchte ich nämlich nicht, dass das gewitter irgendwann losbricht und dann doch alles nicht so gut war.

Montag, August 14, 2006